16.08.2017 - 11:38:23 :: Druckausgabe
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Häufig gestellte Fragen

Hier beantworten wir Ihnen die Fragen, die uns in der Vergangenheit immer wieder gestellt wurden. Schreiben Sie uns, wenn im FAQ oder im Bereich Wissen eine Ihrer Fragen nicht beantwortet werden konnte.

Hinweis: In manchen Beiträgen werden beispielhaft und zur einfacheren Verständlichkeit Handelsnamen von Werkstoffen genannt. Bitte beachten Sie, dass die genannten Marken und Warenzeichen Besitz ihrer jeweilig registrierten Eigentümer sind.

Fragen zu BELI-ZELL

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BELI-ZELL neue Generation - was ist neu?

Zunächst einmal, was hat sich bei BELI-ZELL neue Generation nicht geändert:

  • Verklebungseigenschaften und Verklebungsqualität
  • Anwendung und Handhabung
  • Anwendungsbereiche

 

Dennoch war es erforderlich eine komplett neue PUR-Klebstofftechnologie zu entwickeln, da durch die Gesetzgebung sog. MDI nur noch sehr restriktiv verkauft / verwendet werden dürfen. Die Entwicklung wurde ebenfalls dazu genutzt, Verbesserungen und Kundenanforderungen in das Produkt zu integrieren.

 

Damit ergeben sich folgende rechtliche und technische Unterschiede zwischen den beiden BELI-ZELL Generationen

  • Rechtslage
    • BELI-ZELL Klebstoffe der neuen Generation sind frei von MDI
    • BELI-ZELL Klebstoffe der neuen Generation unterliegen im Verkauf an private Verbraucher und an gewerbliche Verbraucher keinerlei Beschränkungen - also gleiche Handhabung wie BELI-ZELL der ersten Generation vor dem 01.12.2010. Anders lautende Darstellungen sind schlicht falsch!
    • BELI-ZELL Klebstoffe der neuen Generation sind in der niedrigsten Klasse kennzeichnungspflichtiger Gemische eingeordnet - nochmals sicherer als die Vorgängergeneration
  • Produkteigenschaften
    • BELI-ZELL Klebstoffe der neuen Generation erzielen 100% Leistung der ersten Generation
    • plus kristallklarer Klebstoff, der sich beim Aushärten weiß verfärbt - das liegt wie bei Schnee oder ausperlendem Sprudel an der eingeschlossenen Luft
    • plus deutlich verbesserte UV-Beständigkeit
    • plus einfachere Anwendung und exaktere Dosierung durch eine angepasste Viskosität
    • plus sparsamerer Verbrauch
    • plus leichtere (Nach)Bearbeitbarkeit des ausgehärteten Klebstoffes
  • Handhabung
    • keine Änderung gegenüber BELI-ZELL der Vorgängergeneration
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    Was kann mit BELI-ZELL geklebt werden?

    Mit BELI-ZELL Klebstoffen kann durch seine hohen Adhäsionskraft (Anhaftungskraft am zu verklebenden Werkstoff) eine sehr große Bandbreite von Werkstoffen mit hervorragenden Ergebnissen verklebt werden. Dazu zählen insbesondere

    • alle Arten von technischen Schäumen
    • alle Arten von Holz
    • viele Metalle, z.B. Aluminium, Messing, Stahl, Eisen, ...
    • Laminate, z.B. GfK, Cfk, aus Mischgeweben, ...
    • Mineralische Werkstoffe, z.B. Gips, Stein, Eternit, ...
    • Papier, Karton, ...

     

    Alle Fakten zu BELI-ZELL haben wir auf einer Seite zusammengefasst und als download vorbereitet.

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    Wie erziele ich eine optimale Verklebungsqualität?

    BELI-ZELL ist ein 1-komponentiger Polyurethan-Klebstoff, der beim Aushärten auf das 3-4 fache seines Ausgangsvolumens aufquillt. Das Aushärten wird duch die Feuchtigkeit, die im Werkstoff oder in der Umgebungsluft enthalten ist, gestartet. Auch ein nachträgliches Aufbringen von Feuchtigkeit, z.B. bei Metallen, verschlechtert die Verklebungsqualität nicht. Beachten Sie einfach unsere Verarbeitungshinweise, die Sie auch gerne herunterladen können.

    Der wichtigste Hinweis lautet: Verwenden Sie BELI-ZELL sparsam und fixieren Sie die geklebten Teile anschließend mindestens für die Dauer der Topfzeit. 

    Im Gegensatz zu Cyanacrylat Klebstoffen sind die Anforderungen an die Qualität der Fügeflächen vergleichsweise gering:

    • Die Fügeflächen müssen nicht exakt plan sein, d.h. es können auch größere Klebefugen durch die spaltfüllende Eigenschaft ohne Qualitätseinbußen realisiert werden.
    • Die Oberfläche kann von rau bis glatt ausgeführt sein. 
    • Es können offenporige bis hin zu geschlossenporige Werkstoffe verklebt werden
    • Es können auch sehr großflächige Werkstücke (z.B. Flügel mit eingelegtem Verstärkungsgewebe) ohne Zeitdruck verarbeitet werden
    • Durch Wärme (max. 70°C) und zusätzliche Feuchtigkeit kann die Aushärtung gezielt vom Anwender beschleunigt werden, ohne dass sich die Verklebungsqualität nachteilig verschlechtert.

     

    Wie bei allen Klebstoffen ist auch bei BELI-ZELL auf eine möglichst reine Oberfläche, im Sinne von frei von Fetten, Trennmitteln und Staub, zu achten. Insbesondere sind Trennmittel praktisch bei allen industriell gefertigten Werkstücken - sei es in Formen hergestellt oder als Plattenmaterial - vorhanden und müssen unbedingt entfernt werden. Bei technischen Schäumen ist beispielsweise eine derartige Vorbereitung bei frischen Schnitten oder Bruchstellen nicht erforderlich, weil diese Fügeflächen eine reine Oberfläche aufweisen - sofern man nicht tagelang bis zur Verklebung wartet.

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    Die Kanüle ist verklebt - was kann ich tun?

    BELI-ZELL reagiert mit der Luftfeuchtigkeit, die durch den Kunststoff der Kanüle langsam hindurch diffundieren kann und so zu einem Verstopfen der Kanüle führen kann. Der Kunststoff der Kanüle verklebt nicht mit BELI-ZELL, aber eine Kanüle aus Aluminium ist leider kein Ausweg, da BELI-ZELL Aluminium sehr gut verklebt.

    Bei verstopften Kanülen hier zwei Tipps:

    • Halten Sie die Kanüle und die Tubenschulter sauber - die Tube ist nämlich aus Aluminium gefertigt und Aluminium verklebt BELI-ZELL ausgezeichnet. Sollte die Kanüle verstopft sein, dann räumen Sie die Kanüle mit einem Nagel oder einer Büroklammer frei. Wenn Sie das besonders gründlich machen wollen, dann schrauben Sie die Kanüle ab und reinigen die Kanüle "von hinten".
      Die Kanüle ist leicht abzuschrauben, wenn sie den Bereich der Tubenschulter und des Kanülenfußes sauber gehalten haben - andernfalls kann es schwierig werden, da BELI-ZELL ausgezeichnet auf Aluminium klebt. Versuchen Sie nicht die Kanüle mit einer Zange abzuschrauben, das endet häufig mit einer kaputten Tube. Viel besser geht es, wenn Sie den Tubenfuß mit einer Zange an mehreren Stellen radial leicht zusammendrücken, damit kann der "BELI-ZELL Panzer" abgesprengt werden.
    • Bei ständigem Gebrauch von BELI-ZELL die Kanüle mit einem passenden Nagel / dicke Stecknadel verschließen oder einfach mit der Kanüle nach unten auf einen durch ein Brett genagelten Stift stecken. Damit ist kein BELI-ZELL in der Kanüle und kann somit auch nicht aushärten.
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    Wie bleibt BELI-ZELL lange gebrauchsfähig?

    BELI-ZELL zu lagern ist ausgesprochen einfach:

    • Generell gilt: Tube an einem trockenen, kühlen (> 15°C) und frostfeien Ort lagern, z.B. in der Schublade oder auf dem Werktisch in der Werkstatt. Das sonnige Fensterbrett, das Handschuhfach im Auto oder der Kühlschrank sind dagegen ungeeignete Lagerorte.
    • Original verschlossene Tuben können so oft mehrere Jahre gelagert werden.
    • Die Lagerzeit von angebrochenen BELI-ZELL Tuben können Sie einfach erhöhen, in dem Sie die Tube sorgfältig verschlossen in einem Beutel mit Zipp-Verschluss aufbewahren.
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    Warum empfehlen manche Hersteller zur Verklebung von technischen Schäumen Sekundenkleber?

    Das wissen wir leider auch nicht.

    Unter technischen Schäumen oder Schaumstoffen sind aufgeschäumte Ausgangsstoffe (z.B. Styrol) zu verstehen (Achtung: das ist eine sehr stark vereinfachende Darstellung), die letztendlich aus mehr oder minder großen Hohlräumen (Zellen) bestehen und deren Zellwände aus dem sehr dünnwandigem Ausgangsstoff bestehen. Das gilt grundsätzlich und ist völlig vom Handelsnamen unabhängig - allein für Polystyrolschaumstoffe gibt es eine Vielzahl von Handelsnamen, dennoch bleiben die prinzipiellen Eigenschaften dadurch unverändert.

     

    Aber man kann sich der Frage ja mal aus physikalischer Sicht nähern:

    • Cyanacrylat Klebstoffe sind optimal für kleine, passgenaue und ebene Fügeflächen geeignet.
    • Die Eigenschaften von Cyanacrylat Klebstoffen kommen nur bei sehr schmalen Klebefugen (von 0,05mm bis 0,1mm) zum Tragen.
    • Ausgehärtete Cyanacrylat Klebstoffe sind im Regelfall unelastisch und spröde. Dies in Verbindung mit elastischen Werkstoffen - wie es technische Schäume nun mal sind - führt zu unharmonischen Kraftverläufen (Spannungsspitzen) in und in der unmittelbaren Umgebung der Verklebung. Eine bekannte Folge davon ist, dass sich die Verklebung wieder löst / "frei arbeitet".
    • Durch die sehr schnelle Aushärung der Cyanacrylat Klebstoffe findet nur eine Verklebung an der Oberfläche der Fügeflächen statt. Diese Verklebung ist bei "soliden" Werkstoffen mit "geschlosssenen" Oberflächen wie Holz, Metall, ... ideal; für technische Schäume, die im Prinzip luftgefüllten Hohlräume mit dünnen Zellwänden darstellen, trifft dies nur eingeschränkt zu.
    • Die Nachbearbeitung / Schleifen der Klebenaht mit hartem Cyanacrylat Klebstoff und weichem technischem Schaum ist schwierig, da erfahrungsgemäß vermehrt der weichere Werkstoff abgetragen wird.

     

    BELI-ZELL Klebstoffe, sind dagegen

    • für kleine bis große Fügeflächen, für offen- bis geschlossenporige Oberflächen, die von glatt bis rau ausgestaltet sein können, ausgelegt.
    • An die Spaltbreite und die Gleichmäßigkeit der Klebefuge werden nur sehr geringe Anforderungen gestellt, die sich mit einfachen Mitteln und geringem Aufwand erzielen lassen.
    • BELI-ZELL Klebstoffe bleiben nach Ihrer Aushärtung leicht elastisch und kommen so Eigenschaften der technischen Schäume nahe.
    • Durch die lange offene Zeit von BELI-ZELL kann der Klebstoff tief in den Werkstoff technischer Schaum eindringen. So entsteht eine tiefreichende und an sehr vielen Zellen anhaftende Verzahnung von Klebstoff und Werkstoff.
    • Ausgehärtete BELI-ZELL Klebstoffe sind weicher als ausgehärtete Cyanacrylat Klebstoffe - somit sind sie leichter nachzubearbeiten und die "Verluste" beim technischen Schaum geringer.

     

    Diese Überlegungen gelten letztendlich für alle zu verklebenden Materialien, die eine Porigkeit aufweisen, also von Holz über technische Schäume / Schaumstoffe bis mineralische Werkstoffe.

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    Fragen zu BELI-CA

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    BELI-CA Aktivatorstift - wie anwenden?

    Wie wird mit dem Stift gearbeitet?
    • Klebestelle vorbereiten, d.h. wie immer zuerst von Fetten, Staub, etc. befreien.
    • Aktivator mit dem BELI-CA Aktivator-Stift zuerst auf einem Werkstück und anschließend den BELI-CA Sekundenklebstoff auf das andere Werkstück auftragen.
    • Die Teile zusammenfügen.
    • Niemals den BELI-CA Aktivator mit dem Stift (auch nicht nachträglich!) dort aufbringen, wo noch nicht vollständig polymerisierter / ausgehärteter BELI-CA Sekundenklebstoff mit der Spitze des BELI-CA Aktivator-Siftes in Berührung kommen kann - das ruiniert die Spitze des Stifts garantiert.
     
    Wie funktioniert der Stift?
    • Der Auftragsfilz an der Spitze des Stiftes ist mit einem federbelastetem Ventil verbunden. Wird die Spitze in den Stift gedrückt, dann öffnet sich das Ventil und der Aktivator benetzt den Auftragsfilz. Je tiefer die Spitze eingedrückt wird, umso stärker öffnet sich das Ventil und umso mehr Aktivator fließt.
    • Wird die Spitze wieder entlastet, dann schließt sich das Ventil und der Zufluss des Aktivators stoppt. Für kleine Flächen ist es in aller Regel völlig ausreichend, nur kurz den Auftragsfilz zu benetzen.
    • Wenn der Auftragsfilz mit dem BELI-CA Aktivator benetzt ist, kann bei geöffnetem Ventil durch den Kapillar-Effekt sogar über Kopf mit dem Stift gearbeitet werden.

    Hinweis: Auch wenn es häufig zu sehen ist, das nachträgliche Auftragen von Aktivator auf zusammengefügte Werkstücke ist völlig sinnlos, da der Aktivator so niemals in die Klebefuge gelangen wird.

     

     

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    BELI-CA Aktivator-Stift - wann einsetzen?

    Der Stift ...
    • ist immer sinnvoller als eine Spraydose, denn er
    • ermöglicht ein punktgenaues, dosiertes Aufbringen des Aktivators an der gewollten Stelle, ohne die Umgebung und das Werkstück einzunebeln
    • ist sehr ergiebig – die Füllmenge reicht bis zu 1m2, da keine Sprühverluste entstehen
    • kommt ohne Treibgase aus, die sich ungehindert am Arbeitsplatz / in der Werkstatt verteilen
    • ist (selbstverständlich) auch für Styropor geeignet
    • ist mit allen BELI-CA Sekundenklebstoffen einsetzbar
    • reinigt die Klebestelle und trägt den Aktivator in einem Arbeitsgang auf
    • ist klein, leicht, handlich und passt problemlos in jede Tasche – der ideale Begleiter für alle Fälle
    • Für Aktivator in der Spraydose gibt es eigentlich nur noch eine sinnvolle Anwendung: bei große Flächen. Aber, wer klebt schon große Flächen mit Sekundenklebstoff?
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    Wie lagere ich Cyanacrylat-Klebstoffe?

    Grundsätzlich gilt, dass Cyanacrylat-Klebstoffe wie alle reaktiven Chemikalien nicht ewig haltbar sind. Da die chemischen Reaktionen bei hohen Temperaturen schneller ablaufen, lautet die einfache Regel: so kalt als möglich lagern.

    Hinweis: gekühlte Cyanacrylat-Klebstoffe vor der Verwendung immer auf Raumtemperatur erwärmen lassen, damit sie ihre optimalen Eigenschaften erreichen.

    Lagerung im Kühlschrank

    Im Regelfall liegt die optimale Lagertemperatur zwischen +2°C bis +8°C, d.h. bei Kühlschranktemperaturen. Da das von den Mitbenutzern des Kühlschrankes häufig etwas argwöhnisch betrachtet wird, hier ein einfacher Tipp:

    • die Flaschen immer gut verschließen
    • die Flaschen in einem kleinen Beutel mit Druckverschluss / Zipp-Verschluss im Kühlschrank lagern. Damit schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe:
      • zum einen ist der Klebstoff nun wirklich separat vom anderen Kühlschrankinhalt gelagert und
      • er ist beim Erwärmen auf Raumtemperatur von der Umgebungsluft geschützt, so dass keine Luftfeuchtigkeit auf der Flasche oder am Verschluss kondensiert
    Lagerung im Tiefkühlschrank

    Ja, das funktioniert. Allerdings mit dem Risiko, dass sich die Eigenschaften des Klebstoffes nachteilig verändern können - aber auch nicht müssen. In der Regel werden Sie davon nichts bemerken.

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    Wo können Cyanacrylat Klebstoffe eingesetzt werden?

    Die spezifischen Eigenschaften der Cyanacrylate zeigen, dass diese Klebstoffe besonders für das Verbinden kleiner, gut anliegender Flächen geeignet sind.

    Eine umfassende Darstellung aller Einsatzgebiete ist nicht möglich, da sie inzwischen sehr weit in der Industrie verbreitet sind.

    Dennoch sollte jeder Anwender sich über die spezifischen Eigenschaften des eingesetzten Cyanacrlat Klebstoffes bewusst sein, denn - wie auch für alle anderen Arten von Klebstoffen - gilt: als ?Alleskleber? ist ein Cyanacrylat genau so wenig zu einzusetzen wie jeder andere Klebstoff.

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    Optimale Verklebungsbedingungen für BELI-CA

    Die Aushärtung von BELI-CA Klebstoffen wird durch die katalytische Wirkung der in der Luft und auf den Fügeteilen enthaltenen Feuchtigkeit gestartet. Die Polymerisationsreaktion läuft jedoch nur bei dünnen Klebstofffilmen und kleinen Fügeflächen gleichmäßig und vollständig ab.

    Für die Verklebung sind folgende Kritierien maßgebend:

    • Luftfeuchtigkeit
    • Temperatur
    • Oberflächenqualität
    Luftfeuchtigkeit

    Je höher die relative Luftfeuchtigkeit (in der Arbeitsumgebung) ist, desto schneller härtet der Klebstoff durch. Dennoch liegt die günstigste relative Luftfeuchtigkeit in einem Bereich von 40% bis 70%.

    Zu niedrige relative Luftfeuchtigkeit (< 30%) führt in der Regel zu erheblichen Aushärtungszögerungen. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit (> 80%) wiederum führt zu einer sogenannten Schockhärtung, die einen erheblichen Festigkeitsabfall zur Folge hat.

    Temperatur

    Die Temperatur hat wie bei allen chemischen Reaktionen einen erheblichen Einfluss auf deren Ablaufgeschwindigkeit. Generell gilt, dass eine Temperaturerhöhung um 10°C die Reaktionsgeschwindigkeit verdoppelt.

    Ein optimales Ergebnis wird bei BELI-CA Klebstoffen jedoch in einem Temperaturbereich von 20°C bis 24°C erreicht, da sich beim Überschreiten dieses Bereichs die eingestellte Viskosität des Klebstoffs ändert.

    Ausgehärteter BELI-CA Klebstoff ist wie ein thermoplastischer Kunststoff zu betrachten.

    Oberflächenqualität

    Generell gilt für alle Klebstoffe, dass der Oberflächenzustand der zusammenzufügenden Teile von wesentlicher Bedeutung ist. 

    Cyanacrylate entwickeln an glatten Oberflächen hohe Adhäsionskräfte (Anhaftung des Klebstoffs an der Werkstoffoberfläche), so dass die Rauhigkeit von deutlich geringerer Bedeutung als die Reinheit der Werkstoffoberfläche ist. Mögliche Verfahren, um eine reine Oberfläche zu erzielen sind beispielsweise Sandstrahlen, chemische Verbehandlung (Ätzen), mechanisches Aufrauhen mit Schleifmitteln / Schleifpapier, Dampfentfetten.

    Zusätzlich ist für Cyanacrylate der pH-Wert der Oberfläche entscheidend für Verklebungsergebnis. Saure Oberflächen verzögern die Aushärtung ? alkalische Oberflächen beschleunigen die Aushärtung, was die Klebekraft herabsetzen kann.

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    Verklebung verschiedener Werkstoffe

    Metall / Metall

    Alle unedlen Materialien sind hierfür grundsätzlich geeignet. Je unedler ein Metall ist (Eisen, Aluminium usw.), desto besser ist deren Verklebbarkeit. Dagegen sind Edelmetalle wie Gold, Platin und Silber wegen ihrer Polarität nicht befriedigend mit Cyanacrylaten zu verkleben.

    Kunststoff / Kunststoff

    Bei der Verklebung von Kunststoffen sind das Grundmaterial und die Polarität des Werkstoffes die wichtigsten Einflussfaktoren.

    Daneben bereiten die den Kunststoffen häufig beigefügten Additive (z.B. Weichmacher) und die bei der Herstellung verwendeten Formtrennmittel erhebliche Probleme bei der Verklebung. Während die Additive eine ausreichende Verankerung des Klebstofffilms an der Kunststoffoberfläche verhindern (können), können nicht entfernte Formtrennmittel eine Verklebung erheblich verschlechtern oder wie bei Silikontrennmitteln praktisch vollständig verhindern.

    Kunststoffe aus der Gruppe der Thermoplaste lassen sich sehr gut bis befriedigend mit Cyanacrylat-Klebstoffen verkleben.

    Eine Reihe von Kunststoffen aus der Gruppe der Thermoplaste, die sich unbehandelt mit Cyanacrylat-Klebstoffen nur ungenügend verkleben lassen (z.B. Polyethylen [PE, z.B. Lupulen®, Hostalen®], Polypropylen [PP, z.B. Novolen®, Hostalen PP®], Polytetraflourethylen [PTFE, z.B. Teflon®, Hostaflon®] oder Polyoxymethylen (POM, z.B. Delrin®, Hostaform®) können durch vorherige Oberflächenbehandlung mit Primer dennoch gut verklebt werden.

    Duroplaste lassen sich durchweg gut mit Cyanacrylaten verkleben, wobei die Verklebungsqualität bei Urethanformaldehyd [UF] und Polyester [UP] etwas schlechter ist als bei Epoxid, das sich sehr gut verkleben lässt.

    Elastomer / Elastomer

    Elastomere (Gummi) lassen sich ohne große Schwierigkeiten mit sehr guten Ergebnissen verkleben. Doch auch hier gilt, dass Gummimischungen auf Basis polarer Elastomere sich leichter kleben lassen als solche auf Basis unpolarer.

    Für optimale Klebeergebnisse sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:

    • saubere (möglichst frische) Schnittflächen
    • einseitiger Klebstoffauftrag
    • kurzzeitiger Kontaktdruck für eine optimal dünne Klebefuge

    Silikon-Kautschuk lässt sich nicht mit Cyanacrylat-Klebstoffen verkleben.

    Sonstige Werkstoffe

    Neben Kunststoffen, Elastomeren und Metallen lassen sich eine Vielzahl poröser Materialien wie Holz, Kork, Leder, Keramik usw. gut verkleben.

    Materialmix

    Der Regelfalll wird allerdings nicht die Verklebung gleichartiger Materialgruppen sein, sondern die Verklebung verschiedener Werkstoffe untereinander. Hierbei sind die vorgenannten Punkte der Werkstoffe zu berücksichtigen.

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    Wie sollen Cyanacrylat Klebstoffe verarbeitet werden?

    Der Einsatz von Cyanacrylat Klebstoffen setzen verhältnismäßig kleine und plane Fügeteile voraus. Durch leichten Druck auf die gefügten Teile wird ein dünner Klebefilm erzielt und die Aushärtung innerhalb weniger Sekunden bis Minuten erreicht.

    Wichtig ist, nur soviel Klebstoff auftragen, wie für die Klebefuge erforderlich ist, da der an den Rändern austretende Klebstoffe die Aushärtung verzögert, weil die Luftfeuchtigkeit ferngehalten wird.

    Basische Materialien beschleunigen die Polymerisation, so dass eine Korrektur der Positionierung der Fügeteile ggf. nicht mehr möglich ist. Sauer reagierende Werkstoffoberflächen verzögern (sofern die Klebstoffe nicht darauf ausgelegt sind) im Regelfall das Aushärten der Cyanacrylat Klebstoffe - im Extermfall wird die Polymerisation sogar verhindert.

    Für optimale Verklebungsergebnisse ist es erforderlich, den Polymerisationsablauf nicht zu stören, da dies zu einer verminderten Klebekraft führt.

    Beim Umgang mit Cyanacrylat Klebstoffen sind nach langjährigen Erfahrungen keine gesundheitlichen Schäden zu erwarten. Der Eigengeruch der Klebstoffe macht es ratsam, für ausreichende Frischluftzufuhr am Arbeitsplatz zu sorgen. Da Cyanacrylat Klebstoffe auch Haut verklebt, ist der direkte Hautkontakt in jedem Fall zu vermeiden. Sollte es doch bei unsachgemäßer Handhabung zu einer Hautverklebung kommen, so sind im Handel erhältliche spezielle Lösungsmittel anzuwenden bzw. ein Arzt aufzusuchen - in jedem Fall ist das gewaltsame Trennen zusammengeklebter Haut, Augenlider oder Lippen zu unterlassen. Im Regelfall reicht auch ein intensives Waschen / Lösen mit warmer Seifenlauge. Hierzu unbedingt die Sicherheitshinweise des Herstellers beachten.

    Auch wenn die langjährige Erfahrung zeigt, dass Cyanacrylat Klebstoffe als physiologisch unbedenklich zu betrachten sind (spezielle Varianten werden in der Medizin eingesetzt), müssen sie aufgrund gesetzlicher Gefahrenstoffverordnung auf der Verpackung folgende Kennzeichnung enthalten: ?Cyanacrylat. Gefahr. Klebt innerhalb von Sekunden Haut und Augenlider zusammen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.? Zusätzlich wird für Ethyl- und Methylester das ?Xi reizend? Zeichen aufgebracht.

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    Wie groß soll die Fügefläche sein?

    Cyanacrylat Klebstoffe sind aufgrund der schnellen Aushärtung besonders bei planen und kleinen Fügeflächen bis zu einigen Quadratzentimetern geeignet. Die Geschwindigkeit der Aushärtung kann vom Hersteller nur in einem sehr engen Rahmen eingestellt werden und ist zudem sehr von den Werkstoffen abhängig.

    Es muss daher bei den Fügeflächen immer darauf geachtet werden, dass sie plan sind und exakt aufeinander passen. Ansonsten kann der relativ dünne Klebstofffilm den Klebespalt (der für optimale Ergebnisse unbedingt erforderlich ist) nicht überbrücken.

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    Wie groß soll/darf die Klebefuge sein?

    Cyanacrylat Klebstoffe erzielen ihre optimalen Eigenschaften ausschließlich bei eng tolerierten Klebefugen. Darunter sind Fugenstärken in einem Bereich von 0,05mm bis maximal 0,1mm (bei speziellen Varianten auch bis zu 0,2mm) zu verstehen.

     

    Warum ist das so und was geschieht bei dickeren Klebefugen?

    Mit zunehmender Dicke der Klebefuge muss mehr Klebstoff zur Verbindung der Fügeteile aufgebracht werden, die - wer hätte das gedacht - zu einer entsprechend dickeren Klebstoffschichtstärke führt.

    Eine dicke Klebstoffschichtstärke ist in zweierlei Hinsicht schädlich:

    • Zum einen verlangsamt sich mit der Dicke die Aushärtegeschwindigkeit deutlich. Je dünner der Klebstoff aufgetragen wird, desto schneller vollzieht sich die Polymerisation.
    • Viel entscheidender ist jedoch, dass die Endfestigkeit von der Klebstoffschichtstärke abhängt. Cyanacrylat Klebstoffe zeichnen sich durch ausgezeichnete Adhäsionskräfte (Anhaftungskraft am zu verklebenden Werkstoff) aus. Mit zunehmender Klebstoffschichtstärke wird die Endfestigkeit durch die Kohäsionskraft (innere Festigkeit des ausgehärteten Klebstoffes) und nur noch in relativ geringem Maße durch die Adhäsionskraft bestimmt. Insbesondere bei billigen Cyanacrylat Klebstoffen liegt die Kohäsionskraft erheblich unter der Adhäsionskraft.
      Bei Klebefugenstärken von 0,05mm bis 0,1mm dominiert die Adhäsionskraft und ein optimales Verklebungsergebnis wird erzielt.
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    Wann ist der Gebrauch von Aktivatoren sinnvoll?

    Wenn ein hochwertiger Cyanacrylat Klebstoff eingesetzt wird und die beschriebenen Bedingungen eingehalten werden, dann ist der Einsatz von Aktivatoren nicht erforderlich. Der Einsatz eines Aktivators, um qualitativ schlechten Cyanacrylat Klebstoff dennoch zum "Kleben" zu bringen, ist aus zwei Gründen falsch:

    • Insbesondere 08/15-Aktivatoren führen zu einer Versprödung des Klebstoffs, d.h. die ohnehin geringe Verklebungsqualität wird nochmals (nachhaltig) vermindert.
    • Aktivatoren enthalten in der Regel gesundheitschädliche Wirkstoffe, die besonders beim Einsatz von Spraydosen zum überwiegenden Anteil in die Raumluft gelangen.
    Warum also Aktivatoren?

    Aktivatoren beschleunigen die Polymerisation /die Aushärtung von Cyanacrylat Klebstoffen.  Dies kann bei ungünstigen Verarbeitungsbedingungen notwendig sein:

    • bei nicht optimalen Umgebungsbedingungen (z. B. trockene Luft, Kälte),
    • bei hohen Klebstoffschichtstärken und nur in Verbindung mit qualitativ hochwertigen Cyanacrylat Klebstoffen oder
    • beim Verkleben inaktiver Materialien. (Hinweis: Aktivatoren sind keinesfalls ein Ersatz für Primer)

    Achtung: Aktivatoren können lackierte Oberflächen sowie Thermoplaste angreifen!

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    Wann ist der Gebrauch von Primer sinnvoll?

    Der Primer verändert die Oberflächenspannung und macht es so möglich, unpolare Kunststoffe, die ansonsten nicht zu verkleben wären, wie z.B. Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyoxymethylen (POM) sowie moderne thermoplastische Elastomere wie z.B. (TPE) mit Cyanacrylat Klebstoffen zu verbinden.

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